Die kleine Küstenperle Dingalan ist am boomen. An Wochenenden reisen tausende, lokale Touristen von Manila und der Umgebung an, um sich vom hektischen Alltag in der Ecotourism Zone zu erholen. Für internationale Gäste ist dieser Ort noch eine grosse Unbekannte. Ich selbst wurde nämlich nur Dank Pinterest auf diesen Geheimtipp aufmerksam. Die Fahrt von Manila nach Dingalan dauert gemäss Google 3 Stunden und 50 Minuten. Naja, Google unterschätzt natürlich die lokalen Strassenverhältnisse. Wir brauchten ca. 5 Stunden. Vollgepackte Tricycles und Nutzfahrzeuge lassen keinen flüssigen Verkehr zu. Die geteerten Strassen werden von vielen Reisbauern auch als Trocknungsort für die Reisernte genutzt, was das Durchkommen auf den Strassen zusätzlich erschwerte. Aber hej, das gehört alles zum Abenteuer und macht die Reise authentisch und ereignisreich :). Die lange Fahrt hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wanderer, Explorer und „Waterfall-Chaser“ kommen dort auf ihre Kosten. 


Hotel: Fil-Dane-Inn, Dingalan

Am Morgen der Anreise buchten wir zwei Zimmer im Hotel Fil-Dane-Inn und trafen erst bei Dunkelheit müde von der langen und anstrengenden Fahrt ein. Wir bezogen schnell unsere sauberen Zimmer und hatten keine Ahnung wie die Umgebung aussah. Es war nämlich alles Dunkel und ein Nachtleben schien es an einem normalen Montag nicht zu geben. Wir konnten es also kaum erwarten am nächsten Tag Dingalan zu entdecken. Wir  lernten die sympathischen Besitzer kennen. Hinter dem Namen des Hotels stecken zwei Nationalitäten: Fil für Filipina and Dane für Dänemark. Wir unterhielten uns lange mit dem dänischem Besitzer und liessen uns ausführlich für unsere Sightseeing Tour beraten. Wir haben alles auf eigene Faust entdeckt, das Fil Dane bietet jedoch auch massgeschneiderte Touren für Kleingruppen an. 

Adresse:

Adresse: Purok 1 Gomez Street, Poblacion, Dingalan, Aurora, Philippines 3207
Telefon: (+63) 917 130 0245 oder  (+63) 917 707 6753
E-Mail: info@fildaneinn.com
Website: http://fildaneinn.com/index.html


Sightseeing in Dingalan

Die Infrastruktur in Dingalan ist heute noch sehr bescheiden, dafür ist dieser kleine Ort echt, authentisch und die Natur und Umgebung ist vom Massentourismus noch unberührt. Neben geteerten Strassen gelangt man oft nur über Dirtroads an die schönsten Sightseeing Spots.

Mountain View Deck 

Schaut euch mal diese atemberaubende Aussicht an! Vom White Beach gelangt man durch einen kleinen Jungle in etwa 20 bis 30 Gehminuten auf den Mountain View Deck. Als wir unten los marschierten, entdeckte ich ein kleines Schild mit der Aufschrift „Private Property“. Da war jemand so richtig clever – gut gemacht! Um an diesen wunderschönen Ort zu kommen, gibt es keinen anderen Weg als mit einem typischen philippinischen Langboot, mit einer Banka, und mit einem lokalen Touristenführer dort hinzukommen. Bei dieser wunderschönen Aussicht könnte man vermuten, dass wir diesen Ort mit anderen Touristen teilen mussten. Aber nein, da war zu unserer Überraschung niemand. Das letzte Mal als ich so etwas Schönes sah, war in Hawaii – es war einfach traumhaft. 

Pulong Diablo Rockformation

Mit der Banka ging es weiter zur teuflischen Insel. Wir legten mit dem Boot an und da war eigentlich nichts, ausser wunderschöne Steinformationen. Bei Vollmond soll die Insel das Antlitz eines teuflischen Diablos zeigen. Also bei Tageslicht ist es  ein rauer aber schöner Ort unmittelbar vor der Küste Dingalans. Auf dem Weg dort hin legten wir noch einen Stop kurz vor den Lamao Caves ein. Leider war der Wellengang zu stark, um mit dem Langboot die Höhlen zu entdecken.

Laktas Falls

Nun kommen wir zum Highlight. Wasserfalljäger kommen hier auf ihre Kosten, obwohl die Anreise sehr abenteuerlich, anstrengend und auf die Dauer auch schmerzlich war.  Unser Fortbewegungsmittel war ein Kuliglig. Das ist ein Traktor mit Anhänger. Wir wurden natürlich auf dem nicht abgefederten Anhänger transportiert und ein Fluss diente als Wegweiser und Dirtroad, um die Laktas Falls zu erreichen. Ein Weg dauerte 45 holprige Minuten – das war nicht sonderlich entspannend, dafür wurden wir mit einem wunderschönen Kaskadenwasserfall am Ziel belohnt. Das Wasser war eine erfrischende Abwechslung zum salzigen Meer. Und wir amüsierten uns in den kleinen Pools und liessen unseren Rücken vom sprudelnden Wasser massieren.

 


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