Insel Siargao
Insel Siargao

Aloha Vibes, tropische Temperaturen und unzählige Kokosnusspalmen machen die Insel Siargao magisch. Surfer und Yogis finden hier Action und Entspannung. Siargao liegt im Osten der Philippinen und ist gemäss eigenen Recherchen erst seit ca. 1 bis max. 3 Jahren ein beliebtes Reiseziel für internationale Gäste. Wer diese Insel für sich entdecken möchte, der sollte JETZT gehen. Warum? Wie so oft ist Tourismus ein zwei schneidiges Schwert. Auf der einen Seite tut es der heimischen Wirtschaft gut, aber die Kehrseite ist oft die Herausforderung gleichzeitig ein funktionierenden Abfallsystem einzuführen. Ich war deshalb sehr erfreut, auf der Insel zu sehen, dass der sorgfältige Umgang mit der Natur und Umwelt politisch unterstützt wird: Der Konsum aus Plastikbehältern wird auf der Trauminsel nicht gerne gesehen.


Hotel: Glamping im Soultribe

Hast du schon mal Glamping probiert? Wer eine einfache Unterkunft mag, aber auf ein richtiges Bett und Privatsphäre nicht verzichten möchte, der ist im Soultribe genau richtig. Die glamouröse Zeltanlage befindet sich im hinteren Teil des Hotels. Damit die Gäste auch bei Regenwetter im Trockenen bleiben, liegen die Zelte erhöht auf einer Holzterrasse. Die Überdachung schützt zusätzlich vor herabfallenden Kokosnüsse. Gott sei Dank, denn ich hörte oft in der morgendlichen Stille einen dumpfen Aufprall. Vorne am Beach befindet sich die Rezeption mit der Chillout-Lounge und der Yogaterrasse, sowie auch ein paar Bungalows. Ruhesuchende finden hier auf jeden Fall ihren Frieden. Das bunte Treiben der Insel in General Luna ist in etwa 15 Minuten mit einem Scooter erreichbar. 

 Adresse:

Telefon: +63 999 645 3324
Website: https://www.soultribebeachretreat.com 


Was tun auf der Insel Siargao

Siargao ist eine typische Destination für Surfer und Yogis. Das Bedürfnis von  Thrill-, Silent- and Adventureseekers wird auf dieser Insel mit ganz viel Aloha Feeling gestillt!

Rent a Scooter

Die Insel hat eine gute Grösse und kann problemlos mit einer Vespa entdeckt werden. Unser Hotel besorgte uns 4 Scooters (300 Pesos pro Tag) und das Abenteuer konnte los gehen. Verfahren kann man sich nicht, denn es gibt nur eine Hauptstrasse :-). Wir reisten hoch in den Norden und besuchten die Magpupungko Reef Pools und endeten im JaFe Resort. Auf dem Weg dorthin lernten wir das lokale Inselleben kennen. Strahlende Gesichter und winkende Kinder begrüssten uns in den kleinen Dörfern. Das einfache und simple Leben abseits vom Tourismus sieht so friedlich und glücklich aus und zeigte mir einmal mehr auf, wie wenig wir eigentlich benötigen, um glücklich zu sein. 

 

Yoga 

Yogalektionen sind auf dieser Insel überall zu finden. Am besten erkundigt man sich im Resort. Meine Onlinerecherche im Vorfeld erwies sich als Zeitverschwendung, da vor Ort das lokale Angebot viel mehr hergab als die Googlesuche. Finnin und Hausyogalehrerin Emmiina unterrichtete uns jeden morgen auf der hübschen Yogaterrasse mit Meerblick im Soultribe. Einen besseren Start in den Tag konnten wir nicht haben.

Da das Soultribe weit weg vom bunten Treiben der Insel liegt, hatten wir den ganzen Yogabereich für uns und nutzten die Gelegenheit Acro Yoga zu üben. Eine Form des Yogas, welche mit einem Partner geübt wird und dabei der komplette Körper zur „Strecke“ gebracht werden kann.

 

Surfing

Ich reite keine Wellen, aber dank meinen Surferfreunden entdeckte ich wunderschöne versteckte Ecken der Insel. Die besten Geheimtipps gibt es von lokalen Surfern. „The Secret Spot“ war bestens geeignet für Anfänger. Der wohl berühmteste Surferspot ist die Cloud 9. Die Insel gehört zu den Top 10 Surfdestinationen der Welt und erinnert mich an Hawai. Das Aloha Feeling ist deutlich zu spüren. Früh morgens trifft man sich für eine Yogalektion, danach schnappt man sich eine Banka und fährt raus, um ein paar Wellen zu reiten und abends bevor es dunkel wird, kommt man zusammen für ein gemütliches Abendessen am Strand.

 

Magpupungko Reef Pools

Auf dem Weg zu den Magpupugko Reef Pools kamen wir in den Genuss von atemberaubenden Aussichten. Die hügelige Insel bringt dich immer wieder auf einen nicht ausgeschilderten Aussichtspunkt. Die Palmenpracht von oben zu sehen, beeindruckt jeden Europäer! So viele Palmen und Kokosnussbäume an einem Ort, hatte ich zuvor noch nie gesehen. Genau so stellt man sich eine paradiesische Insel vor.

Magpupungko ist ein beliebtes Reiseziel vieler Touristen. Wir trafen zum Glück Vormittags ein und hatten den Ort für uns ganz alleine. Die 1-stündige Scooterfahrt machte uns hungrig, weshalb wir uns als erstes eine frische Kokosnuss gönnten und danach uns mit  grilliertem Fisch und Garlic Rice stärkten. Die Reef Pools waren zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht zu sehen. Erst um ca. 15 Uhr bei Ebbe würde man die wunderschönen Rock Pools sehen. Wir entschieden uns weiter in den Norden zu reisen, um später um 15 Uhr wieder zurück zu sein. Aber leider war der Ort um diese Zeit überfüllt von Touristen und die Lust verging uns, die Pools für ein paar Fotos aufzusuchen. Wer also unbedingt die natürlichen Schwimmbecken sehen und fotografieren möchte, dann bitte zur richtigen Zeit und genügend früh anreisen.

 

JaFe Resort am Pacifico Beach

Es ging also weiter mit unserer Scooterfahrt Richtung Norden. Auf der Suche nach einem geeignetem Surfspot, kamen wir beim JaFe Resort vorbei. Das Hotel welches direkt am Beach liegt, fiel sofort auf und wir entschieden uns spontan einen Blick reinzuwerfen. Die Mansion ist kunterbunt und schrill dekoriert. Jede einzelne Ecke ist mit einem Thema inszeniert. Wie zum Beispiel die Wall of Philippine Presidents mit Star Wars Star Darth Wader oder die Ecke mit Retro Covern des Time Magazins. Wer in der Lobby den Blick nach oben richtet, entdeckt eine Decke mit unglaublich viel Pinoy Frauenpower.

Schnell lernten wir den humorvollen Besitzer Jack aus New York und seine philippinische Frau Ferelyn kennen. Sie sind beide grossartige Gastgeber und für jeden Scherz zu haben. Mit Freude zeigte uns der 70+ Jährige Jack das Grundstück. JaFe ist nur über airbnb oder über die Website buchbar. Schade wusste ich nicht früher über diese Unterkunft Bescheid. Liebend gerne hätte ich dort übernachtet, um mir die witzigen Stories von Jack anzuhören und die schöne, naturbelassene Umgebung des Pacifico Beaches zu entdecken. Ein Grund mehr, um die Insel wieder zu besuchen.

 

Naked Island – eine Sandbank

Siargao ist nur eine von den über 7000 Inseln auf den Philippinen. Obwohl es uns noch lange nicht langweilig auf der Insel war, buchten wir eine 3-Island-Hopping-Tour. Ziel waren drei Mini-Inseln: Naked Island, Daku Island und Casulian Island. Mit einem philippinischen Katamaran stachen wir in See und erreichten in wenigen Minuten die erste Insel: The Naked Island. Auf der Insel gab es NICHTs ausser Sand und das türkis-blaue Meer. Es war gerade kurz nach Mittag und die Hitze war schier unerträglich. Wir plantschten kurz im lauwarmen Wasser und gingen dann weiter zur nächsten Insel: Daku Island.

Naked Island, Siargao
Naked Island, Siargao

 

Daku Island und was es mit meinem inneren Frieden machte

Daku Island fühlte sich wie der friedlichste Ort auf der Erde an. Unser Mägen knurrten und schnell nahmen wir Platz in einer der Beach Cabanas ein. Von einem lokalen BBQ Grillmeister, wählten wir einen Yellow Fin Tuna Fisch, ein paar frische Shrimps und Seashells und liessen uns kulinarisch verwöhnen. Die kleine Insel verzauberte mich so sehr, dass ich dieses Paradies nie wieder verlassen wollte. Wir waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort und hatten das Glück den schönsten Sonnenuntergang meines Lebens zu beobachten. Der Himmel färbte sich rosa, pink, violett mit feinen Blautönen. Dieser Moment stecke ich in meine persönliche Feel Good Schublade und ist ein Beweis dafür, dass nicht immer alles nach Plan laufen muss. Denn spätestens bei Dämmerung war klar, dass wir es auf die dritte Insel bei Dunkelheit nicht mehr schaffen würden. An diesem Tag demonstrierte mir die Natur, dass weniger viel mehr ist und wir auch nur mit zwei Inselbesuchen glücklich und zufrieden einschlafen werden. Das einzig Wichtige ist, dass wir jeden Moment stets bewusst wahrnehmen und geniessen.

 

Essen & Nachtleben

Wer das Bunte Treiben von Siargao kennen lernen möchte, der findet sich am besten in der General Luna ein. Neben lokalen sind auch ein paar internationale Restaurants zu finden. Hier sind meine Tipps wo man gut isst und trinkt:

 

Emelia’s Restobar – Local Food vom Feinsten

Diese Plastikstuhl Beiz war die beste lokale Restaurant Empfehlung auf der Insel Siargao. Emelia’s Restobar wird vor allem von Pinoy Touristen aufgesucht. Auf Google ist dieses Restaurant (noch) nicht zu finden. Hier ist die Wegbeschreibung: Beim Luxusresort Isla Cabana links in die „Dirt Road“ fahren. Vorne beim Meer ist das hervorragende Plastikstuhl Restaurant auf der rechten Seite zu finden.

Bravo Restaurant

Nach unserer Island Hopping Tour kehrten wir für ein Abendessen im Bravo Restaurant ein. Die Inneneinrichtung ist modern, hip und die Leute schön und lässig. Die internationale Speisekarte liess mich anfangs über die Qualität des Essens zweifeln, denn was ich überhaupt nicht mag ist Fusionkitchen. Aber, das Essen war ausgezeichnet. Das Hummus war super lecker und das Chicken Teriyaki würzig ausgewogen. Zum Dessert gab es Banofee Pie – ein britischer Kuchen aus Banane und Toffee –  das war so lecker, dass ich diesen Kuchen auf jeden Fall nach backen werde. 🙂

Adresse: Tourism Rd, Barangay 5, General Luna, 8420 Surigao del Norte, Philippinen
Webseite: http://www.bravosiargao.com/restaurant/bravo-restaurant.html
Telefon: +63 999 877 8518

Kaizen – Sushi & Yakitori Spiesse

Das Kaizen ist ein toller Ort um Nachmittags den kleinen Hunger mit Sushi zu stillen und abends schön Essen zu gehen. Das japanische Restaurant wird geführt von einem Kanadier und er hat ein gutes Händchen was die Bandauswahl angeht. Bei Dämmerung verwandelt sich das Restaurant in eine kleine Eventlocation mit sehr viel Charm. Eine lokale Band spielte weltbekannte Hits und lockte Gäste in grossen Scharen an.

Adresse: Purok 3, General Luna, Siargao Island, 8419 Surigao City
Webseite: https://www.facebook.com/kaizensiargao/
Telefon: +63 917 113 1244

Rumbar – hier geht die Post ab

Nachtschwärmer versammeln sich nach dem Abendessen in der Rumbar für einen feuchtfröhlichen Abend. Die coole, lokale Surfercommunity vermischt sich hier mit der internationale Gästeschar. Aber Vorsicht, wer hier zu viel trinkt, könnte auch knutschend mit einer Ladyboy in der Ecke landen. :D. Tanzen, Trinken und vor allem Beobachten macht hier besonders viel Spass :).

Local Surfer, Insel Siargao
Local Surfer, Insel Siargao

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