Melchsee, Fruttkapelle
Melchsee, Fruttkapelle

Die Region Luzern und die Kantone Nidwalden und Obwalden waren bis vor kurzem für mich zwei unentdeckte Regionen. Klar kenne ich die wunderschöne Touristen Stadt Luzern mit dem Vierwaldstättersee und auch die Rigi, die Königin der Berge. Das sind die typischen Destinationen auch für meine Freunde die von weit her anreisen. Dank Luzern Tourismus und Meetmaker durfte ich die Region Luzern während 2.5  Tagen im Rahmen eines Instameets mit 10 Gleichgesinnten entdecken. Der Melchsee und der Aussichtspunkt Niederbauen haben es mir angetan. Nun kenne ich endlich zwei neue Erholungsorte, die noch nicht all zu sehr vom Massentourismus überrannt werden.


Moderne Lodge und echte Gastfreundschaft 

Ich freute mich vor allem auf das Wandern und die Schönheit unserer Schweiz, die ich mit Kamera und Drohne entdecken durfte. Wo wir schlafen würden, spielte für mich gar nicht so eine grosse Rolle. Schliesslich war das Ziel, mit möglichst vielen Impressionen aus dieser Region nach Hause zu kommen. Viel wichtiger war mir das Beisammensein von Fotografen und Outdoor Fans, entweder draussen oder zu Tisch bei gutem Wein und Essen.

Am ersten Tag kehrten wir in das frutt Lodge Spa ein und am zweiten Tag im Berggasthaus Niederbauen. Ich war begeistert und würde in beiden Hotels wieder einkehren.

 

frutt Lodge Spa (OW)

Der Bau des Hotels irritierte zunächst mein linkes Auge, das Rechte begrüsste jedoch das Kontrastprogramm. Das Gebäude steht robust und massiv vor dem idyllischen See und wenn ein Gebäude etwas sagen könnte, dann wäre es: „Hier bin ich und ich bin mächtig“. Ob der Bau eine höhere Anziehungskraft als die magische Schönheit des Melchsees hat, mag ich bezweifeln. Es ist eben genau dieser Mix, der es ausmacht. Ich durfte mich in ein Doppelzimmer mit Sicht auf den wunderschönen See einquartieren. Die Zimmer sind grosszügig gestaltet und das Interior Design ist dem Thema Hüttenzauber gewidmet.

Für Städter ist es der perfekte Ort, um sich von der Hektik der Stadt auszuklinken und die Seele einfach mal baumeln zu lassen. Dort gibt es nicht nur das Wohlfühl-Zimmer mit Seeblick, sondern auch ein tolles Spa, eine gediegene Bar, eine Lobby mit Kaminfeuer für Leseratten und einen guten Küchenchef für anspruchsvolle Foodies. Nicht zu vergessen sind die magischen Sonnenuntergänge und die wunderschöne Landschaftsszenerie.

Adresse:

Adresse: 6068 Melchsee-Frutt (autofrei)
Telefon:Website: www.fruttlodge.ch

 

Berggasthaus Niederbauen (NW) 

Die Benchmark nach der frutt Lodge war hoch. Umso mehr stellte ich mich auf eine ganz einfache Hüttenunterkunft mit Spaghetti Bolognese Verpflegung ein. Das Berggasthaus liegt auf 1575 Meter über Meer und ist per Luftseilbahn (max. 8 Personen) ab Emmetten erreichbar. Oben angekommen, schleppten wir unsere Rucksäcke die holzigen Treppen hoch in unsere Zimmer. Die Innendekoration erinnert ans Grossi und das Bett gab Geräusche von sich. Das kuschelige und dicke Duvet beruhigte mich, da die Zimmer doch sehr frisch waren. Genau so muss es eben sein in einem Berggasthaus. Nebst dem Grossi-Charakter gehört zu einer Berghütte auch das Urchige und Gemütliche.

Was meine Erwartung komplett übertroffen hatte, war die ausgezeichnete Küche. Das Restaurant gehört zu den Gilde Restaurants und wir durften ein Candle Light Dinner mit Sicht auf den Vierwaldstättersee geniessen. Zusammenfassen lässt sich der Aufenthalt mit drei Hashtags: #urchigromantisch #perfektegastfreundschaft #unvergesslichhervorragend

Adresse:

Adresse: Berggasthaus Niederbauen, Familie Inneichen, 6376 Niederbauen
Telefon:Website: www.berggasthaus-niederbauen.ch

Von Luzern, über Bern nach Obwalden und Nidwalden 

Wir waren unterwegs für Tourismus Luzern und das Thema lautete „City-Lake-Mountain“ – ganz nach dem Slogan „Die Stadt. Der See. Die Berge“. Das #instameet startete in Luzern am wunderschönen Torbogen. Aber das wars auch schon mit der Stadt und ich freute mich auf idyllische Seen und herrliche Berge.

 

Vier-Seen-Wanderung: Melchsee-Tannensee-Engstlensee-Trübsee

In ca. 4 Stunden entdeckten wir 4 Seen. Startpunkt war die frutt Lodge und Endpunkt der Trübsee. Ich liebte die Dynamik unserer Gruppe und war erfreut zu beobachten, wie wir alle von der wunderschönen Natur begeistert waren. Das Wetter war perfekt! Nicht zu heiss und nicht zu kalt. Die Wolken fügten der Landschaftsszenerie das i-Tüpfelchen hinzu.

Zum Glück fing ich die magische und idyllische Seestimmung des Melchsees bereits am Vorabend bei Sonnenuntergang ein, denn unsere Fotografen-Crew schwärmte während der Wanderung regelmässig aus. Irgendwo zwischen Melchsee und Tannensee liessen wir unsere Drohnen steigen, um die herrliche Herbstzeit einzufangen. Danach mussten wir uns etwas an der Nase nehmen, sonst wären wir heute noch am selben Ort. Der Tannensee zeigte sich von seiner ganz ruhigen Seite – die Spiegelung der Berge im See war wie im Bilderbuch.

Weiter ging es zum Engstlensee (Kanton Bern), dort knurrte bereits mein Magen und ich freute mich auf die kleine Pause auf der Sesselbahn zum Jochpass. Oben angekommen kehrten wir im Bärghuis Jochpass (Engelberg, Obwalden) ein, um uns mit „Ghackets mit Hörnli“ und Rösti zu stärken.

Mit der Sesselbahn ging es bald weiter zum Trübsee. Dort schnappten wir uns ein Ruderboot, um eine romantische Szene für eine Videosequenz mit der Drohne zu drehen. Doch da war überhaupt keine Romantik, sondern viel Gelächter und Spass. Zu spät merkten wir, dass das ein Ruder gebrochen war. Wir drehten uns also ständig im Kreis. Aber das war egal, selten hatte ich so viel Spass auf einem Ruderboot. Danke Naomi, Tobi, und Mat für das Gaudi auf dem Trübsee ♥.

Weitere Informationen zur Wanderung gibt es hier:

  • Wanderkarte Melchsee-Frutt
  • Tipp für Familien: Für die ganz Kleinen ist die halbe Wanderung (Melchsee-Tannensee-Melchsee) zu empfehlen.

 

Bonistock und Chringen

Der Bonistock und der Chringen gehörten nicht zum #instameet Programm. Trotzdem möchte ich euch diesen Aussichtsort nicht vorenthalten. Anfang September machten Pascal und ich uns auf den Weg zum Bonistock, um drei persönliche Missionen zu erfüllen: (1) Unsere erste Milchstrassenaufnahme, (2) Sonnenuntergang festhalten und (3) die Gratwanderung auf dem Chringen.

Wir übernachteten im einfachen Berggasthaus Bonistock auf 2’168 Meter über Meer und übten unseren ersten Milky Way Shot. Die Dunkelheit machte mir etwas zu schaffen, aber ich war ja nicht alleine. Ich hatte meine Stirnlampe dabei und meinen Pascal. Vor einiger Zeit steckte ich ihn mit meiner Fotografie an und wie vorprogrammiert ergänzen wir uns hervorragend. Er saugt alles auf was die technische Fotografie zu bieten hat und bringt mir alles bei was ich noch nicht kenne ♥. Schaut mal bei ihm rein, er freut sich über neue Followers :). (Er ist unter @scalpa__ auf Instagram zu finden.) Die Gratwanderung war nicht wirklich eine Wanderung, sondern eher eine Besichtigung. Der Spaziergang vom Berghotel Bonistock dauerte etwa 20 Minuten. Wir verbrachten aber 2 Stunden rund um den Chringen und schauten zu wie „der Chringe dSunnne verschlingt“. Das schwindelfreie Erklimmen des Berggrats war inklusive.

Kleiner Tipp: Lieber in der frutt unten übernachten, essen und dafür früh morgens raus und auf den Bonistock wandern (ca. 1 Stunde) 

 

Das schönste Panorama der Schweiz

Das Panorama vom Berggasthaus Niederbauen ist ein echter Geheimtipp. Ein Geheimtipp, weil die Sicht über den Vierwaldstättersee und auf die Berge (Rigi, Mythen, Fronalpstock, etc.) unbezahlbar ist. Etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang kamen wir beim Berggasthaus an. Wir bezogen unsere Zimmer sehr schnell, damit wir das Naturschauspiel des Sonnenuntergangs noch einfangen konnten. Aufgrund dieses Momentes verspürte ich tiefste Dankbarkeit am #instameet teilnehmen zu dürfen. Die 4-Seen-Wanderung beflügelte schon mein Outdoor-Herz und jetzt noch diese Aussicht! Es war einfach nur Wow! Danach wurden wir alle mit einem Candlelight Dinner im Berggasthaus verwöhnt. Ich schlief überglücklich ein und konnte den nächsten Tag kaum abwarten.

Während die eine Hälfte unserer Gruppe früh morgens (6:15!) los ging, um den Sonnenaufgang auf der Chulm (1’923 m.Ü.M) einzufangen, blieb ich noch ein bisschen länger im kuscheligen Bett liegen. Naomi und ich machten uns 15 Minuten (7:15) vor Sonnenaufgang auf den Weg zu den schönen Alpweiden rund um das Gasthaus. Einen kurzen Moment später hörten wir von weiter oben ein lautes Freudejauchzen (das konnte nur Boris oder Tobi sein). Da dachte ich mir schon, wäre ich doch nur mitgegangen. Aber wir hatten ja nochmals eine 3.5 Stündige Wanderung vor uns, deshalb entschied ich mich unten zu bleiben, um die Morgenstimmung von diesem Aussichtspunkt einzufangen. Schaut rein in die Galerie, gefallen euch die Fotos?

 

Wildbeobachtungspfad: Von Niederbauen zur Stockhütte

Direkt nach dem feinen Frühstück ging es weiter auf den Wildbeobachtungspfad. Dieser war anspruchsvoller als die 4-Seen-Wanderung. Dafür speisten uns Wildbeobachtungsexperten Peter und Valentino mit ganz viel Informationen aus der Region. So erklärte mir der ehemalige Gemeindepräsident Valentino, wo die unterirdischen Wasserspeicher von Emmetten liegen und das frische Bergquellwasser „gelagert“ wird. Leider habe ich kein einziges Wildtier gesehen. Ich war viel zu beschäftigt mein Gehtempo zu halten :D. Der strengste Aufstieg beinhaltete hohe Treppenstufen, so dass ich mich mit meinen Händen abstützen musste. Der Aufstieg zum Obermattsboden lohnte sich nur schon wegen des hervorragenden Panoramas auf den Urnersee und zusätzlich wegen des unglaublich guten Gefühls einen Berg erklommen zu haben. Danach wanderten wir weiter zur Stockhütte. Dazwischen gab es leckere und echte Älplermagronen im Schwändibort.

Hier gibt es mehr Informationen zur Wanderung:

 

Echte Älplermagronen im Schwändibort

Auf dem Weg zur Stockhütte kehrten wir in die Besenbeiz Schwändibort ein. Dort erwarteten uns Gabi und Walti, die es sich zur Aufgabe machen, Wanderer mit echten Älplermagronen zu verwöhnen. Das Erlebnis war perfekt. Wir kamen von hinten an und erblickten das unscheinbare Berghäusschen. Doch gleich um die Ecke eröffnete sich ein wunderschöner Anblick. Ein sprudelnder Kessel über dem Holzfeuer dampfte vor sich hin, ganz nach altertümlicher Kochkunst. Der lange Tisch war im Berglerstil gedeckt und der Weisswein stand schon bereit. Walti erklärte uns den Unterschied zwischen „fürsi und hindersi Älplermagronen“. Bald ist Winter und ich denke, ich probiere dieses typische Alpengericht hindersi zuzubereiten. Beim Hindersi kochen fügt man die rohen Magronen den gedünsteten Zwiebeln und Kartoffeln hinzu. Dann noch etwas Bouillon hinein, damit die Magronen gar werden.

 

 

 


Last but not least

… unsere Instameet Gruppe war grandios! Ein grosses Dankeschön an:

Übrigens: Im YouTube Kanal von Luzern Tourismus findet ihr ein Video von diesem Wanderwochenende. Video credits: Elmar Bosshard

xoxo, Sarah Jane

Photo credits: Tobias Ryser
Photo credits: Tobias Ryser

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